
Claudia Schütz-Grossmann, Buchpatin an der Lyngsbergschule
Mein Weg zur Buchpatin
Was mich bewegt hat, Buchpatin zu werden? Vielleicht am ehesten die Erinnerung daran, wie wichtig es mir selbst als Kind war, endlich lesen zu können, eintauchen zu können in Phantasiewelten und dabei ganz bei mir zu sein.
Die Magie des Lesens – Erinnerungen aus meiner Kindheit
Lesen eröffnet wahrlich Horizonte und schenkt einen weiten Blick auf das Leben. Ich kann mir eine Welt ohne Bücher nicht vorstellen, und das möchte ich wenigstens in Ansätzen den Kindern vermitteln.
Kleine Begegnungen mit großer Wirkung
Ein kleines Mädchen aus Sri Lanka, 2. Klasse Lyngsbergschule, sagte mir, als ich sie für den Steckbrief interviewte, ihre liebsten Fächer seien Deutsch und Religion, weil da immer so schöne Geschichten erzählt würden. Wenn ich merke, dass ein Kind sich sehr schwer tut mit dem Lesen, dann lese ich auch gerne passagenweise vor oder wir erfinden Geschichten mit dem Geschichtenwürfel.
Wenn Lesen schwerfällt – Geschichten gemeinsam erleben
Manchmal bin ich mir unsicher, ob meine Bemühungen fruchten, gerade bei Kindern, die sehr unruhig sind oder nur sehr wenig deutsch sprechen. Frau Post, unsere Ansprechpartnerin und Lehrerin an der Lyngsbergschule hat mir alle Zweifel genommen: „Für die Schüler und Schülerinnen der 2. Klassen ist es immer wieder ein Highlight, wenn sie mit ihren Lesepaten lesen und Zeit verbringen dürfen. Der freundschaftliche und vertrauensvolle Umgang, sowie die Kontinuität und Einzelbetreuung gibt den Kindern Sicherheit und Selbstvertrauen. Die Lesefertigkeiten der Schüler und Schülerinnen konnte erheblich gesteigert werden. Auch die gemeinsamen Gespräche leisten einen wichtigen Beitrag zur Sprach- und Persönlichkeitsentwicklung. Darüber hinaus unterstützen die Lesepaten die KlassenlehrerInnen in ihrem Schulalltag. So werden beispielsweise gerade gemeinsam die Theatertexte für ein anstehendes Theaterstück geübt."
Dass wir durch unsere Lesepatenschaften die Lehrerinnen unterstützen, freute mich besonders zu hören und dass es für die Kinder ein „Highlight" ist, mit uns Lesepaten und –patinnen Zeit zu verbringen, ist für mich auf alle Fälle genug Motivation, dieses Ehrenamt weiter auszuüben.

