
Wie können Ideen aus der Bürgerschaft zu sichtbaren Veränderungen im Stadtteil werden?
Zwei Projekte in Bad Godesberg zeigen, wie das gelingen kann.
Im Rahmen des Projekts „Zukunftsbild für Bad Godesberg“ fand am 29. Januar 2026 im Haus am Redoutenpark die Veranstaltung „Aus Erinnerungen für die Zukunft lernen“ statt. Gemeinsam mit Seniorinnen und Senioren wurde über die Vergangenheit und Zukunft der Kurfürstlichen Zeile gesprochen. Historische Bilder regten Erinnerungen an und bei einem gemeinsamen Austausch entstanden zahlreiche Ideen, wie der Stadtteil noch lebenswerter werden kann.
Ein Wunsch wurde dabei besonders häufig geäußert: Viele Seniorinnen und Senioren erzählten, dass sie gerne zu Fuß bis zum Bad Godesberger Rathaus spazieren. Auf diesem Weg fehlt jedoch eine Sitzgelegenheit an der Bushaltestelle, um sich unterwegs kurz auszuruhen. Der Wunsch nach einer Bank an genau diesem Standort wurde als konkrete Idee für die Zukunft festgehalten.
Zur gleichen Zeit entstand im Rahmen eines weiteren Projekts die „Bank gegen Ausgrenzung“. Kinder gestalteten gemeinsam eine bunte Bank und setzten sich dabei kreativ mit den Themen Respekt, Zusammenhalt und Ausgrenzung auseinander. Die Bank steht als Symbol für ein offenes Miteinander und lädt Menschen aller Generationen zum Verweilen und Begegnen ein.
Karl Heinz Bentz:
„Ich fahre gerne mit dem Rollstuhl hier entlang und finde es schön, dass ich nun an diesem Ort eine Pause machen oder mich zu anderen dazugesellen kann. Man trifft hier oft nette Menschen und kommt leicht ins Gespräch.“
Als sich zeigte, dass für die gestaltete Bank ein geeigneter Standort gesucht wurde, ergab sich eine ideale Verbindung der beiden Projekte. Die Bank konnte genau dort aufgestellt werden, wo sie sich die Seniorinnen und Senioren im Zukunftsbild-Projekt gewünscht hatten.
So wurde aus einer Bürgeridee ein sichtbares Ergebnis. Die Wünsche der älteren Generation und das Engagement der Kinder ergänzen sich auf besondere Weise. Die neue Bank bietet nicht nur einen Platz zum Ausruhen, sondern schafft auch einen Ort der Begegnung und sendet gleichzeitig ein Zeichen gegen Ausgrenzung.
Ursula Hahn (Uschi):
„Ich finde es schön, dass es hier jetzt eine Bank gibt. Gerade für ältere Menschen ist es wichtig, unterwegs auch einmal eine Pause machen zu können. Eine Bank lädt zum Verweilen ein und macht einen Ort lebendiger. Wenn irgendwo nur eine unscheinbare Bank zwischen vollen Papierkörben steht, setzt man sich nicht so gerne hin.“
„Wir nutzen solche Sitzgelegenheiten natürlich häufiger als Menschen, die nur schnell etwas erledigen. Ich gehe oft ein Stück durch den Park und freue mich, dass hier nun diese besondere Bank steht. Noch schöner ist, dass sie gleichzeitig eine Botschaft gegen Ausgrenzung vermittelt.“
In unserem Sommerferienprojekt "Mach mal Druck!" in der ersten Ferienwoche bietet das Team von Meine Zukunft einen kreativen kostenlosen Workshop in Bad Godesberg an, in dem gemeinsam ein Zine gestaltet wird.
In unserem Sommerferienprojekt "Zeichen der Zukunft" in der letzten Ferienwoche bietet das Team von Meine Zukunft einen kreativen kostenlosen Workshop in Bad Godesberg an in dem gemeinsam ein Mural gestaltet wird.
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