Dr. Dieter Misterek, Buchpate an der Elsa-Brändström-Schule seit 2024 

Mein Weg zum Buchpaten 

Nach meiner Pensionierung wollte ich gerne im Ehrenamtsbereich etwas Sinnvolles tun. Meine Frau und ich haben zwei erwachsene Kinder, und ich hatte Interesse daran, etwas mit Kindern gemeinsam zu machen. Dabei bin ich bei meiner Neuorientierung über die Freiwilligenagentur der Stadt Bonn auf den Verein „Kultur verbindet e.V.“ aufmerksam geworden und habe mich nach einem Gespräch mit der damaligen Projektkoordinatorin entschieden, Buchpate zu werden. 

Ein Fußballmoment, der verbindet 

Aktuell lese ich mit einem 7- bzw. 8-jährigen Brüderpaar, deren Muttersprache arabisch ist. In dem Fußballbuch, das ich gerade mit dem Älteren lese, gibt es ein Mannschaftsfoto von Real Madrid. Der Junge kennt sich besser mit dem aktuellen internationalen Fußball aus als ich. Er zeigte auf einen Spieler, den er nicht erkannte. Ich sagte, das ist Luka Modrić, den kenne ich. Seine Augen leuchteten und er klatschte mich ab! 

Lesen, Spielen und gemeinsame Zeit 

Beide Kinder sind sehr an Fußball interessiert. Was auch auf mich zutrifft. Ich habe für sie Bücher mit Fußballgeschichten entdeckt. Wir lesen zusammen, solange die Jungs Lust darauf haben. Manchmal kicken wir auch ein bisschen oder spielen irgendein Spiel, das sich die Jungs aussuchen. 

Vertrauensaufbau und sprachliche Fortschritte 

Ich glaube, dass ich zu dem älteren Jungen schon ein Vertrauensverhältnis aufgebaut habe. Seine Lesekompetenz hat im letzten Jahr deutlich zugenommen, finde ich. Vielleicht hat unsere gemeinsame Stunde in der Woche dazu beigetragen. Ich freue mich auf die Lesestunde mit ihm. Sein jüngerer Bruder und ich kennen uns erst seit zu kurzer Zeit. 

Echte Win-Win-Situation 

Ich habe früher schon immer viel gemeinsame Zeit mit meinen beiden Kindern verbracht, sei es als Betreuer beim Fußball, bei Reitstunden oder bei schulischen Chorfreizeiten. Den Kontakt zu Kindern aus anderen Kulturkreisen finde sehr bereichernd für mich. Sie erzählen mir Dinge aus ihrem Alltag, das ist für mich spannend. Auf der anderen Seite ist der Zugang der Kinder zur deutschen Sprache der Schlüssel für ihre erfolgreiche Integration! Ich empfinde das als eine echte Win-Win-Situation.